Landesjugendchor Thüringen und Konzertchor des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 erarbeiteten in Gemeinschaftsprojekt Mozarts Große Messe
Im Zentrum der diesjährigen Konzertreise des Landesjugendchores Thüringen steht Mozarts Große Messe in c-Moll KV 427. Das 2004 neugegründete Jugendensemble aus den besten Sängerinnen und Sängern Thüringens kollaboriert dabei mit dem Konzertchor des Rutheneums Gera. Beide Chöre stehen unter der Leitung des weit über Thüringen hinaus bekannten Dirigenten und Komponisten Christian Klaus Frank.
Einstudiert wurde das Werk in einer einwöchigen Probenphase, an deren Ende zwei Konzerte in Halle und Gera stehen.
Die Fragment gebliebene Messe gilt als Mozarts Opus Magnum und sprengt den Rahmen seiner bisherigen Messkompositionen. 1782, von den Werken Johann Sebastian Bachs inspiriert, begann er die Arbeit an seiner Komposition, wahrscheinlich im Hochgefühl seiner Vermählung mit Constanze Weber. Davon zeugt die Sopranarie „Et incarnatus est“ - eine der schönsten und schillerndsten Arien, die Mozart schrieb und die Hinwendung der Maria zu ihrem neugeborenen Kind beschreibt.
Der Messe vorangestellt wird das Magnificat, der Lobgesang der Maria auf die Verheißung des Engel Gabriel, in einer Komposition des estnischen Komponisten Arvo Pärt.
Als Auswahlensemble des Landes Thüringen arbeitet der LJC projektorientiert und vertritt dabei die musikalische Qualität des Bundeslandes mit stets sehr anspruchsvollen Programmen, wie Bachs “Jesu, meine Freude”, Distlers “Choralpassion”, Mozarts “Requiem” und Arvo Pärts “Te Deum”, mit dem der Chor in Berlin gastierte und eine Konzertreise durch Estland unternahm.
Zur Bewältigung des diesjährigen Projektes musste der Chor jedoch vergrößert werden.
Mit dem Konzertchor des Rutheneums Gera fand man einen weiteren leistungsfähigen Jugendchor. Alle Sänger des Chores sind Schüler der Musikspezialklassen und erhalten musikgeschichtlichen, musiktheoretischen, instrumentalen und stimmbildnerischen Unterricht. In der Vergangenheit konnte der Geraer Konzertchor auf diese Weise mehrere Auszeichnungen, darunter auch Internationale ergattern.
Orchestral begleitet werden die Chöre von Studenten und Absolventen der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Die Solopartien werden gesungen von Maria Hengst (Sopran), Christina Bock (Sopran), Michael Siemon (Tenor) und Nils Stäfe (Bass).
Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst von der Qualität und dem Charme der Jugendchöre zu überzeugen. Die Konzerte finden am 23.09.2011, 19.00 Uhr in der Marktkirche zu Halle und am 25.09.2011, 17.00 Uhr in der Johanniskirche Gera statt.
Am letzten Septemberwochenende 2010 gastierte der Landesjugendchor Thüringen in Leipzig und Dresden. Das Ensemble besteht aus talentierten jungen SängerInnen zwischen 15 und 25 Jahren, die sich etwa 3-4 mal im Jahr zu Probenphasen zusammenfinden und an diesen Wochenenden anspruchsvolle Werke aus verschiedenen Epochen einstudieren.
Mit der Neugründung des Chores im Jahr 2004 hat Christian Klaus Frank die musikalische Leitung übernommen. Der weit über Thüringen hinaus bekannte Dirigent und Komponist schafft durch seine professionelle Arbeit und die Erfahrung im Umgang mit jungen Musikern nicht nur für alle Mitwirkenden, sondern auch für die Zuhörer immer wieder ein besonderes Konzerterlebnis.
Das Programm unter dem Titel „… - dem Andenken eines Freundes“ wurde von einem sehr persönlichen Anliegen des Chores getragen – nicht zuletzt deswegen verband die Werke aus unterschiedlichen Jahrhunderten eine emotionale musikalische Sprache, die trotz ihrer Melancholie bei dem Hörer ein tiefes Gefühl der Hoffnung hinterließ.
Der Chor eröffnete das Konzert mit Peteris Vasks‘ (*1946) „Pater noster“ und schloss das „Requiem“ des anglikanischen Komponisten Herbert Howells (1892 – 1983) an.
Das Programm wurde dann mit drei Motetten fortgeführt.
Neben „O salutaris hostia“ von Pierre de la Rue, einem Komponisten, Sänger und Kleriker aus dem Burgund des 15./16. Jahrhundert, erklangen zwei Werke aus der Sammlung „Israels Brünnlein“des alten Meisters Johann Hermann Schein (1586 – 1630).
Den Höhepunkt und gleichzeitiges Ende des Konzerts bildete das „Te Deum“ des Esten Arvo Pärt (*1935). Er vermag es, durch eine Verbindung alter Kompositionsstile mit den musikalischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte eine gefühlvolle und zugleich ruhige Musik zu erschaffen.